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Janos Szekely

Verlockung
Roman

SchirmerGraf Verlag
816 Seiten
24,80 Euro


Belas Traum ist es, wie einst Sandor Rozsa die Reichen zu berauben und die Beute an die Armen zu verteilen.
Er ist ein wunderbarer Bursche, der Held und Ich-Erzähler des Romans „Verlockung“ von Janos Szekely, aufgeweckt und kämpferisch, so dass es ihm gelingt, gegen den Willen seiner Ziehmutter die Schule zu besuchen.
Diese, eine ehemalige Prostituierte, die eine Pension für uneheliche Kinder von Dienstmädchen betreibt, hat außer Geld nichts anderes im Sinn, als dem Jungen Steine in den Weg zu legen.
Aber sie hat nicht mit Belas Zähigkeit gerechnet. In der Hoffnung auf ein besseres Leben gelangt er Ende der zwanziger Jahre wirklich in Budapest zu seiner leiblichen Mutter und bekommt einen Job als Liftboy. Hier begegnet er „Ihrer Exzellenz“, einer eleganten Frau, die des Nachts nach den Hotelpagen verlangt.

Der Roman spielt zwischen den beiden Weltkriegen, in einer Zeit, in denen zwischen dem ungarischen Proletariat und den reichen Gewinnern des Krieges eine riesige Kluft besteht.

Die Geschichte ist spannend und geschickt arrangiert; wenn der Leser den Wälzer aus der Hand legt, bleibt allerdings ein wenig enttäuschend die Frage unbeantwortet, ob der Held denn nun noch den Weg ins Glück findet.

Eigentlich wollte Szekely mit zwei weiteren Büchern die Trilogie beenden, aber dazu kam er nicht mehr.Er erkrankte schwer und starb 1958 in Berlin.


Das Buch ist unterhaltsam und lesenswert.


(c) Maria S. Althäuser 2005

 



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