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Fröhling und Reuß

Der zerrissene Rosenkranz

Philipp Laubmanns erster Fall

Knecht Verlag Frankfurt/Main

ISBN 3-7820-0884-7

 

Wer stieß Franziska Ruhland vor einen Lastwagen? Was hat der zerrissene Rosenkranz am Tatort zu bedeuten? Und warum weint Professor Erich Konrad?

Moraltheologe Philipp Laubmann trifft schon bald auf erste Verdächtige und auf einige klassische Mordmotive: Eifersucht, Liebe und Haß, Rache, Angst und religiösen Fanatismus.Ein theologischer Krimi voller Abgründe und überraschender Wendungen.

Einen Moraltheologen auf Verbrecherjagd zu schicken, ist sicherlich gewagt. Ermittler sind eher selten Intellektuelle mit Beamtenstatus, so wie dieser Phillip Laubmann aus Bamberg. Der hatte zwar früher schon einmal der Polizei helfen können und somit den nötigen Draht zur Behörde, aber es geschieht naturgemäß eher zufällig, dass er mit den Untiefen der menschlichen Seele ganz praktisch zu tun bekommt.


Frau Ruhland stürzt von einer Brücke, vor die Räder eines Lastwagen, und stirbt. Laubmann gerät bei seinen Gefälligkeitsrecherchen für einen in Verdacht geratenen Kollegen in das Netz der finsteren Motive, die im Rahmen der hochmoralischen Theologenkaste einen Mord nahe legen könnten: Da ist der Zölibat mit seinem hormonellen Sprengsatz. Da sind Konkurrenz und Neid auf die lieben Kollegen und der Zwang, nach außen auf jeden Fall Fassade zu wahren.

Liest sich das spannend?

Durchaus. Wenn auch der Lehrer Reuß immer wieder mal durchscheint und das Anliegen didaktisch aufwerten möchte. Das ist ein Krimi, der am Ende ein Glossar (von Agnostiker bis Zölibat) bietet. Beinahe vermisst man einen „Handapparat“ zum Thema.... Auf solchen Seiten staubt’s allerdings gewaltig. Wenn sich das Papierrascheln dann jedoch legt, gerät die Untersuchung in geruhsame Fahrt und führt gemütlich in eine Welt, die man sich vielleicht gern mal von innen anschauen möchte. Hier ist das möglich.


„Die in Bamberg geborenen Autoren Stefan Fröhling (*1957) und Andreas Reuß
(*1954) arbeiten seit über einem Jahrzehnt als Buchautoren zusammen und haben
gemeinsam mehrere Bücher - Kultur- und Reiseführer sowie eine Familienbiographie
- geschrieben. Daneben verfassen sie Artikel und Essays für Zeitschriften und Zeitungen
(SZ, Bayerische Staatszeitung). Andreas Reuß ist Gymnasiallehrer (Deutsch,
Religion); Stefan Fröhling ist als Diplomtheologe in den Journalismus eingestiegen
und arbeitet seit vielen Jahren auch für den BR. In ihren Veröffentlichungen beschäftigen
sich beide Autoren vorzugsweise mit Geschichte, Kunst, Literatur und der
mitteleuropäischen Kulturlandschaft.“
Foto?

http://shop06.orderonline.de/dzo/ft/ft_buchverlag/artikel/201/a/5_201.pdf?ts=1052819732

Simon Croll, April 2005

 



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