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Magdalen Nabb

Cosimo

Roman
Diogenes Verlag Zürich 2004
ISBN 3-257-06454-3
Gebunden mit Schutzumschlag
304 Seiten
19,90 Euro

Die Autorin, die bisher sowohl Krimis als auch Jugendbücher schrieb, erzählt hier eine ungewöhnlichen Kriminalfall aus einer ungewöhnlichen Sichtweise.
In Italien wächst als jüngster Spross einer reichen Patrizierfamilie der fünfjährige Cosimo auf. Überzeugend gelingt Nabb die Schilderung der Welt aus der Sicht des Kleinen. Aneinandergereihte Puzzelteile aus Angst, Traum und Erinnerung nehmen den Leser hinein in die riesige Sehnsucht des jungen Protagonisten nach Nähe in einer Welt, in der auf die Erwachsenen kein Verlass ist.
Einziger Freund ist Teddy Braun, allerdings auch er eher in der Rolle dessen, der Trost und Schutz bedarf, mehr, als er spendet.
In der zweiten Hälfte des Buches verschwindet der Junge plötzlich.
Jetzt erfährt der Leser etwas über die Eltern, auch hier in Form verwirrender Erinnerungsfetzen und aneinandergereihter Gedanken.
Die Aufkärung des rätselhaften Verbrechens um den Jungen überlässt Nabb den Lesern, kiminalistische Ermittlungen tauchen nur am Rande auf.
Ein angesichts des bedrückenden Geschehens merkwürdiges Happy-End macht etwas ratlos.

Das Buch mag für diejenigen Leser ein Gewinn sein, die für rätselhafte und undurchsichtige Geschichten schwärmen.

Maria S. Althäuser 2005

 



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